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Wappen der Templer

"Non nobis Domine, Domine non nobis, Domine, sed nomini, sed nomini tuo da gloriam."

AMEN

"Nicht uns, Herr, Herr nicht uns, Herr, sondern dem Namen, deinem Namen gib Ruhm."

AMEN

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Am Freitag, dem 13. Oktober 1307 ließ Philipp alle bekannten Templer als mutmaßliche Häretiker verhaften. Klemens hatte die Anzahl der zu verhaftenden Tempelritter auf zweitausend geschätzt, nach einigen Wochen gab es fünfhundert Schuldeingeständnisse. Zu den Gefangenen gehörten auch Großmeister Jaques de Molay und der Präzeptor der Normandie. (HABIGER-TUCZAY, 96
) Den Templern wird noch heute ein geheimes Wissen nachgesagt, das uralten Ursprungs sei und nur wenig mit der von der Katholischen Kirche gelehrten Religion gemein habe. Beispielsweise heißt es: „Das Geheimwissen der Templer war eine Fortsezung der esoterischen Geheimlehren des Orients, der alten ägypter und folgte den Traditionen der jüdischen Kabbalisten und Hermetiker, die über die Bruderschaft der Baumeister weitergegeben wurde.” (HASLER, 31)

Die Templer verehrten besonders Maria. Alle von ihnen gegründeten Kirchen führen darum „Notre Dame” im Namen. (CARMIN, 314)
Den Freimaurern wird zugeschrieben, Traditionen des Ritterordens fortzuführen. Gemäß der Ordensregel des Hochgradsystems der „Schwedischen Lehrart” soll Jaques de Molay kurz vor seiner Hinrichtung seinen Neffen, den Grafen von Beaujeu, in die Geheimmnisse der Tempelherren eingeweiht haben. Auch andere Logen, bspw. die Berliner Großloge „Zu den drei Weltkugeln”, bezogen sich auf die Templer. (DAXELMüLLER, 147)
Der Temple, das Ordenshaus der Templer in Paris, wurde 1212 errichtet. Später nutzte man den Bau als französisches Staatsgefängnis, in dem 1792/93 König Ludwig XVI. mitsamt seiner Familie gefangengehalten wurde. Im 19. Jahrhundert brach man den Temple ab.

Ebenso typisch wie ungewöhnlich sind die Kirchen der Templer, welche als Rundbauten errichtet wurden. Nach Aufhebung des Ordens wurden viele von ihnen zerstört.
Als König Ludwig XVI. enthauptet worden war soll ein Mann auf das Schafott gesprungen sein und ausgerufen haben: „Jaques de Molay, du bist gerächt!”
Pierre de la Palu, Dominikanermönch und Bakkalaureus der Theologie aus der Diözese Lyon, erklärte, er habe Informationen zu den Templern und gab am 19. April 1311 zu Protokoll: In den Anfängen des Ordens hätten zwei Ritter, die auf dem gleichen Pferd gesessen hätten, miteinander gekämpft. Der eine, der vorn gesessen habe, habe sich Jesus Christus empfohlen und sei verwundet wurden.

Der hinter ihm habe gesagt, er empfehle sich dem, der besser helfen könne und sei unverletzt geblieben. Nach dem Kampfe sagte der Sieger, wohl der Teufel in Menschengestalt, zu dem Unterlegenen: „Wenn du willens bist, an mich zu glaubenb, wird der Orden sich vervielfältigen und reich werden.” Der andere habe sich verführen lassen und von dort hätten die Irrtümer ihren Anfang genommen. (ZACHARIAS, 103f.)
Schlichter ist die Erklärung, die beiden hintereinander sitzenden Männer deuteten auf eine vom Orden gepflegte Homosexualität hin. In der Frühzeit lehnte auch das junge Christentum bildliche Darstellungen ab, wie es ebenso Juden wie auch Moslems halten und worüber die Bilderstreite im Christentum entbrannten.

Daß die Templer auf das Kreuz zu spucken hatten mag unter dem Einfluß entstanden sein und darauf deuten, daß eine Absage der bildlichen Materialisierung des Gottessohnes angestrebt war und damit ein distanzierte Haltung zum übermäßigen Kruzifix- und Bilderkult des christlichen Mittelalters. (ZACHARIAS, 104)