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Die Runenreihe Futhark

Runenstein

Die Runenreihe Futhark

Inhaltsverzeichnis
  1. Erklärung
  2. Das traditionelle Futhark
  3. Einige Futhark-Alphabete
  4. Die allgemein altgermanischen Futhark-Schriften

    Das ältere Futhark auf dem Kylverstein

    Das alte Futhark (24er Reihe)


    Das alte Futhark

    01: Feru 02: Uruz 03: Thurisat 04: Ansuz 05: Raido 06: Kenaz 07: Gebo 08: Wunjo
    09: Haglaz 10: Naudhiz 11: Isa 12: Jera 13: Eihwaz 14: Perthro 15: Algiz 16: Sowilo
    17: Tiwaz 18: Berkano 19: Ehwaz 20: Mannaz 21: Laguz 22: Dagaz 23: Othala 24: Ingwaz

  1. Erklärung:
  2. Futhark ist eine Runenreihe. Die weit verbreitetste ist "das alte Futhark". Jede Rune in diesem "Alphabet" hat einen Namen und eine entsprechende (magische/heilende) Wirkung. Runen werden meist noch einer Gottheit zugeordnet. Das Wort Futhark setzt sich wie das Alphabet (Alpha & Beta)aus seinen Anfangsbuchstaben zusammen. Hier sind es statt der ersten beiden Buchstaben die ersten sechs Runen: FEHU, URUZ, THURISAZ, ANSUZ, RAIDHO und KENAZ.
    Aus der Geschichte ist bekannt, das es mehrere Futharks (Runenreihen) gegeben hat. Die wohl bekannteste und am weit verbreiteste ist "das alte Futhark". Hier findest Du die Runennamen zu den einzelnen Runen, wie sie Aussehen, wie sie gedeutet werden, Zuordnungen zu der jeweiligen Rune, welche Magie sie besitzen und für was sie angewendet werden.

    Die 24 Runen des Futhark sind in drei Einheiten unterteilt:
    Die ersten acht bilden das Aett des Freyr,
    die folgenden das Aett des Odin
    und die übrigen acht das Aett des Tyr.
    Gott der Runenweisheit ist Odin (germ. Wuotan).
    Er erwarb das Wissen um die Runen als Ergebnis seines neunnächtigen Opfers, als er an Yggdrasill hing.
    Jede Rune trägt einen Namen und hat eine magische Bedeutung.
    So bedeutet die dreifache Ritzung der F-Rune (Fe-Rune; fé: „Besitz, Reichtum”) den Wunsch nach Reichtum.

    Die Geschichte der Runen

    Vermutlich gehen die Runen auf Muster südeuropäisch-nordalpiner Alphabete zurück. Als Entstehungszeit werden die Jahrhunderte v. u. Z. angenommen. Bis zum 5. Jahrhundert hat sich eine weitgehend einheitliche Runenschrift entwickelt, die aus 24 Runen besteht und als älteres Futhark (benannt nach den ersten 6 Lauten) bekannt ist. Im Volk überlebte es bis ins späte Mittelalter. Oben sind diese Runen ausführlich beschrieben.
    Parallel dazu entwickelte sich etwa ab dem 8. Jahrhundert eine Runenschrift, die nur aus 16 Runen bestand und die wir das Jüngere Futhark nennen. Warum es zu einer Verkürzung kam, konnte bis heute nicht begründet werden. Manche Runenforscher vermuten, daß es sich hierbei um einen Verstümmelungsversuch gehandelt haben könnte, der im Zuge der Christianisierung die alten Quellen entstellen wollte.

    Hier sind die Runen des Jüngeren Futhark:

    jüngeres Futhark
    jüngeres Futhark
    jüngeres Futhark

    Durch friesischen und englischen Einfluss kommt es zu einer Erweiterung auf 28 Schriftzeichen, das Angelsächsische Futhork. In Skandinavien hingegen wurde es auf 16 Zeichen vereinfacht, die Skandinavische Runenschrift. Diese zwei überdauerten die Christianisierung und war bis ins 10. Jahrhundert gebräuchlich.
    Das Armanen-Futhark mit seinen 18 Runen ist eine künstliche Erfindung des Guido von List. Da der um 1920 lebende List sich unbedingt das Runenlied Odins mit seinen 18 Strophen erklären wollte, schuf er ein entfremdetes Futhark und begründete darauf seine esoterischen Anschauungen.

    Runen - heute

    Für die magische Arbeit ist es nicht von grossem Interesse, woher die Runen kommen - sie sind da und das laut der nordischen Göttergeschichte bereits vor Anbruch der Menschenwelt. Von grosser Bedeutung jedoch ist die Feststellung, dass es sich bei den Runen um Zeichen handelt, die aus einer magisch-bildlichen Tradition heraus entstanden und nicht aus einer sprachlichen.
    In den Runen ist eine starke Kraft, die auf der Gefühlsebene wirkt enthalten, welche auch bei Menschen, die keinerlei Ahnung von Runen haben, ihre Wirkung zeigt. Selbst die Kirche hat sich der Runenkraft bedient, indem sie aus Wunjo und Gebo eine Binderune schuf - heute bekannt als Zeichen des PAX CHRISTI.

    Die Runen als Sinnbilder ermöglichen einen grossen Raum für Deutungen und fördern damit die Phantasie der Betrachter, öffnen den Zugang zur anderen Welt. Runen lassen sich nicht festlegen. Alle Auslegungen stimmen auf ihre Art und Weise - zumindest für den Menschen, der sie er- und gefunden hat.
    Runen-Kunst
    Die ältesten bekannten Runendenkmäler stammen aus der zweiten Hälfte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts (Spange von Himlingøe bei Kopenhagen, Speerspitze von Øvre Stabu). Etwa aus dem Jahr 200 stammt das Goldene Horn von Gallehus. Seit dem Ausgang des vierten Jahrhunderts begann man in Skandinavien damit, Runen auch in Stein zu hauen. Deutsche Runeninschriften finden sich vom fünften bis siebten Jahrhunderts nur auf losen Gegenständen.
    Zwischen 900 und 1025 erreichte die Runenkunst in Dänemark, später in Schweden einen Höhepunkt. Bekannt sind mehr als 2000 Denkmäler. In diese sind die Runen meist in ein kunstvolles Schlangenornament eingehauen.

  3. Das traditionelle Futhark
  4. Das traditionelle Futhark
  5. Einige Futhark-Alphabete
  6. Einige Futhark-Alphabete
  7. Die allgemein altgermanischen Futhark-Schriften

  8. Die allgemein altgermanischen Futhark-Schriften