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Caputher Sehenswürdigkeiten

Caputher Sehenswürdigkeiten

Caputher Schloss

Schloss Caputh

Ein Lusthaus an der Havel

1662 durch Philipp de Chieze erbaut, wurde es ab 1671 erweitert und Landsitz des Großen Kurfürsten und seiner Gemahlin Dorothea. Der eingeschossige Putzbau ist im Laufe der Jahrhunderte dank seitlicher Anbauten zu einer Dreiflügelanlage geworden. Von den einst prunkvoll gestalteten Innenräumen des Schlosses sind unter anderen der Festsaal und der berühmte Fliesensaal erhalten. Der Park wurde um 1820 von Peter Joseph Lenné gestaltet.

Der kleine kurfürstlich-königliche Landsitz, Schloss Caputh ist der einzige erhaltene Schlossbau der Potsdamer Kulturlandschaft, der die Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg repräsentiert. Das Schloss Caputh (errichtet ab 1662) gehörte dessen zweiter Gemahlin Dorothea.

Eine glanzvolle Zeit erlebte das Schloss Caputh auch unter Friedrich III., ab 1701 König Friedrich I. in Preußen, der für die weitere Ausstattung sorgte. 1709 empfing er hier den Kurfürsten Friedrich August von Sachsen und den König Friedrich IV. von Dänemark zu einem prächtigen Fest im Barockgarten.

König Friedrich Wilhelm I. nutzte Caputh für gelegentliche Jagdaufenthalte und ließ den Fliesensaal mit ca. 7500 holländischen Fayencefliesen im Souterrain des Hauses einrichten. Friedrich II., der kein Interesse an dem kleinen Barocken Landsitz hatte, verpachtete das Gut, später wurde es von der Krone verkauft. Ab 1820 gehörte das Anwesen der Familie von Thümen. Die letzten privaten Eigentümer ließen im Rahmen einer grundlegenden Sanierung 1908 den hofseitigen Anbau anfügen. Das im Zug der Bodenreform enteignete Schlossensemble diente ab 1947 verschiedenen berufsbildenden Einrichtungen. Nach umfangreichen Bau- und Restaurierungsarbeiten durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist das Schloss Caputh seit 1998/1999 als Schlossmuseum der öffentlichkeit zugänglich.

Zum Schloss gehört ein kleiner, Anfang des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an einen Plan von P. J. Lenne geschaffener Landschaftsgarten, in dem noch Spuren des ehemaligen barocken Gartens zu finden sind.

Kurfürstin Dorothea von Holstein Glücksburg

Kurfürstin Dorothea von Holstein Glücksburg


In fast allen Räumen sind die ursprünglichen Deckengestaltungen mit Gemälden und Stuckaturen erhalten geblieben. Die meisten der heute ausgestellten Kunstwerke, z. B. Lackmöbel, Porzellane, Fayencen, Skulpturen und Gemälde gehören zur Originalausstattung oder stammen aus dem Nachlass der Kurfürstin Dorothea und aus dem Potsdamer und Berliner Schloss. Sie repräsentieren höfische Kunstentfaltung und Wohnkultur um 1700.

König Friedrich Wilhelm I. ließ später den Fliesensaal als Sommerspeisesaal mit ca. 7500 holländischen Fayencefliesen im Souterrain des Hauses einrichten.

Festsaal

Festsaal


Nach umfangreichen Bau- und Restaurierungsarbeiten durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist das Schloss Caputh seit 1998/1999 als Schlossmuseum der öffentlichkeit zugänglich.

Ausstattung

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der prunkvoll dekorierte Festsaal sowie im Souterrain der Fliesensaal, dessen Wände und Deckengewölbe König

Friedrich Wilhelm I. mit ca. 7.500 blau-weißen holländischen Fayencefliesen als Speisesaal für seine Jagdgesellschaften ausstatten ließ. In fast allen Räumen sind die ursprünglichen Deckengestaltungen mit Stuckaturen und Deckengemälden erhalten geblieben. Zur Inneneinrichtung gehören Lackmöbel,Porzellane, Fayencen und Skulpturen aus dem Nachlass Dorotheas. Aus dem Berliner Stadtschloss stammt ein Tisch aus dunklem Ebenholz mit herzförmigen Einlagen aus Elfenbein.

Die Gemäldesammlung
besteht überwiegend aus holländischer Malerei, denn die erste Ehe des Großen Kurfürsten mit Luise Henriette von Oranien prägte auch den Stil des kurfürstlichen Hofes.

Das Gemälde Dame mit Papagei von Willem van Mieris (1662-1747) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst ins Ausland verschleppt. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hatte sich lange um die Rückgabe des Bildes bemüht, das 1945 von britischen Soldaten aus dem Berliner Jagdschloss Grunewald entwendet worden war. Das Kunstwerk ist im Kabinett der Kurfürstin zu sehen.

Ehrenhofseite des Schlosses

Ehrenhofseite des Schlosses


Schloss Caputh
Straße der Einheit 2
14548 Schwielowsee, OT Caputh
Tel. 033209-70345
Fax 033209-71883
öffentliche Verkehrsanbindung
Regionalbahn bis Bahnhof Caputh-Schwielowsee oder Caputh-Geltow
Bus 607 ab Hauptbahnhof Potsdam
Schiff ab Potsdam Lange Brücke